Die Situation: Wie modernes Recruiting heute aussieht
Kaum ein Thema beschäftigt Personalabteilungen und Führungsebenen so regelmäßig wie der Fachkräftemangel. Die Diagnose klingt immer ähnlich: Der Markt ist leer, die Konkurrenz schnell, qualifizierte Bewerber rar. Was dabei selten gefragt wird: Liegt das Problem wirklich draußen? Oder fängt es im eigenen Haus an?
Wer heute eine Stelle ausschreibt, tut das in einem System, das auf den ersten Blick effizient wirkt. Anzeigen entstehen in Minuten, landen automatisch auf dutzenden Portalen, eingehende Bewerbungen werden von Software vorgefiltert. ATS-Systeme übernehmen die erste Sichtung. Algorithmen prüfen Schlüsselwörter, sortieren aus, priorisieren. Das klingt nach Fortschritt. In mancher Hinsicht ist es das auch.
Und trotzdem bleiben Stellen monatelang unbesetzt. Trotz hunderten Bewerbungen kein passender Kandidat. Trotz aufwendiger Prozesse endet jede zweite Einstellung in Enttäuschung, auf beiden Seiten.
Wenn ein System zuverlässig schlechte Ergebnisse liefert, lohnt es sich, das System zu betrachten. Nicht nur die Ergebnisse.
