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Die Frage, die fast niemand stellt
Resilienz gegenüber was?

Diese Frage klingt simpel. Sie wird fast nie gestellt. Wenn jemand sagt, ein Team brauche mehr Resilienz, oder eine Führungskraft müsse belastbarer werden, dann liegt in dieser Aussage bereits eine Entscheidung: die Belastung bleibt. Nur die Reaktion darauf soll sich verändern. Das kann richtig sein. Nicht jede Belastung ist vermeidbar. Nicht jede Schwierigkeit ist ein Systemfehler. Krisen passieren. Märkte verändern sich. Druck ist manchmal einfach real.

Aber zwischen unvermeidbarer Belastung und hausgemachter Dysfunktion liegt ein Unterschied, der sichtbar gemacht werden muss. Und das gelingt nur, wenn man fragt: Warum existiert das, wogegen wir gerade resilient sein sollen? Wäre es veränderbar? Hat jemand versucht, es zu verändern? Oder wurde entschieden, dass es einfacher ist, die Menschen anzupassen?

Die Frage ist keine Kritik an Resilienz. Sie ist eine Einladung zur Ehrlichkeit darüber, was gerade wirklich passiert.

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